Tag der Blasmusik

- Geschichte - 

Im November des Jahres 1970 wurde in Urfeld eine Blaskapelle mit Namen "Musikfreunde Urfeld" von einer kleinen Schar engagierter Männer aus dem Bedürfnis heraus gegründet, eine für jeden einzelnen attraktive Freizeitbeschäftigung zu finden, die darüber hinaus für ihren Heimatort Urfeld eine Bereicherung des gesellschaftlichen bzw. kulturellen Umfelds darstellen sollte.

 

Nachdem im Jahre 1971 naturgemäß nur einige kleinere Auftritte auf dem Programm standen, konnte das noch junge Orchester in den Jahren 1972 und 1973 in der Region um Köln und Bonn Erfahrungen auch bei größeren Veranstaltungen sammeln. Unbemerkt von alledem bahnte sich Ende 1973 ein Ereignis an, das ungeahnte Wirkung haben sollte.

 

Der Tag der Blasmusik: Eine österreichische Erfindung?

 

Zwei damalige Mitglieder der Musikfreunde, Peter Biermann und Heinz Röder, planten im Winter 1973 den Sommerurlaub ihrer Familien. Kataloge wurden gewälzt und Informationen eingeholt. Aber wo fuhr in jenen Tage eine deutsche Familie hin, die zudem auch noch mit der Blasmusik verwurzelt war? Keine Frage, Bayern oder Österreich standen hoch im Kurs, und so führte der Weg unserer beiden Musiker samt Familien im Sommer 1974 in die Nähe von Salzburg nach St. Koloman.

 

St. Koloman ist ein relativ beschaulicher Ort etwa 25km von Salzburg entfernt und natürlich Heimat eines Blasorchesters. Blasmusik hat im Süden Deutschlands und auch in Österreich einen ganz anderen Stellenwert als nördlich des Weißwurstäquators. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es in St. Koloman neben allerlei Festtagen auch einen Tag der Blasmusik gab. Der Tag der Blasmusik ist also quasi eine österreichische Erfindung.

 

Der Zufall wollte es, bzw. die Tourismusindustrie hat dafür gesorgt, dass unsere beiden Musiker just zu dieser Zeit in St. Koloman weilten, als das dortige Orchester den Tag der Blasmusik veranstaltete. Kapellen aus der ganzen Gegend unterhielten dort einen Sonntag lang Einheimische und Gäste, man trank Bier aus sehr großen Gläsern, aß etwas, um das Bier besser zu vertragen und unterhielt sich mit Gleichgesinnten aus aller Herren Länder. Dieses Erlebnis hatte unsere beiden Musiker derart begeistert, dass sie nach der Rückkehr aus dem Urlaub sofort davon im Verein erzählten und alle waren von der Idee begeistert, so etwa auch in Deutschland, genauer gesagt in Urfeld, auf die Beine zu stellen.

 

Urfelder "Blasi-Gaudi"

 

Zwar gab es zunächst noch ein paar Diskussionen, welchen Titel die Veranstaltung tragen sollte, schließlich setzte sich aber der vielleicht etwas trockene, dafür aber universell verwendbare Slogan "TAG DER BLASMUSIK" durch. "Blasi-Gaudi", und was sonst noch an bayerisch eingefärbten Titeln kursierte, konnte sich letztendlich nicht durchsetzen und würde auch heute der Veranstaltung nicht mehr gerecht.


1975



Am Sonntag, den 6. Juli 1975 war es dann soweit. Die Urfelder Musikfreunde veranstalteten zum ersten Mal auf dem Schulhof der Rheinschule den Tag der Blasmusik.

 

Die Bonner Rundschau schrieb damals in einem großen Beitrag Folgendes: "Die Musikfreunde Urfeld, ein junger, erst 1970 gegründeter Verein, machten mit dem Tag der Blasmusik am Sonntag ihre erste eigene Veranstaltung. Bei strahlendem Sommerwetter wurde der Tag ein unerwartet großer Erfolg. Über 500 Gäste kamen, die die angebotenen lukullischen Kleinigkeiten rege verzehrten. Drei vorzügliche Kapellen hatten sie angelockt".

 

Bei der Premiere waren insgesamt drei Orchester mit von der Partie. Den Startschuss gaben damals die Musikfreunde Urfeld selber und gaben damit gleichzeitig auch das erste öffentliche Konzert in Urfeld, damals unter der Leitung des heutigen Ehrenmitgliedes Ernst Bender. Danach traten noch die Blaskapelle aus Köln-Brück und das Trompeterkorps Godorf auf, das von da an regelmäßig beim Tag der Blasmusik zu Gast war.

 

Betrachtet man heute die Aufbauten rund um den Tag der Blasmusik, ging es im Jahr 1975 vergleichsweise rustikal zu. Es existierte noch keine Bühne, und überdachte Sitzgelegenheiten fehlten ebenso wie der Getränkepavillon. Not macht bekanntlich erfinderisch, und so musste jeder Musiker, der einen Sonnenschirm sein Eigen nannte, diesen mitbringen. Eine Bühne wurde mittels eines Aufbaus aus Paletten realisiert. Nach und nach wurde dann im Laufe der Jahre in Eigenregie das heute verfügbare Material speziell zur Verwendung auf dem Schulhof konzipiert und gebaut. In diesem Zusammenhang muss vor allem Heinz Röder gedankt werden, der den Löwenanteil der Arbeit geleistet hat.

 


1976 - 1980



Nach dem großartigen Erfolg bei der Premiere wurde am 4. Juli 1976 der zweite Tag der Blasmusik gefeiert. Zwischen 11 Uhr und 19 Uhr gab es damals schon Blasmusik am laufenden Band und zwar mit den Orchestern aus Gielsdorf, Godorf, Köln-Brück und Wershofen/Eifel.

 

Ab dem Jahr 1977 trugen dann die Musikfreunde als Arbeitskleidung ihre Uniformen. Stolz präsentierten sich hierbei natürlich auch die Nachwuchskünstler, z.B. auch der spätere Vorsitzende des Verein, Heinz-Peter Engels.

 

Beim dritten Tag der Blasmusik gab es eine Neuerung. Die Bonner Rundschau schrieb dazu: "Übrigens wurde ein neues Stück eingeweiht, eine Musikantenbühne, die mit schnellen Handgriffen aufzubauen ist". Sie wurde konstruiert und gebaut vom "Vereinsschlosser" Heinz Röder. Damals stand die Bühne noch nicht an dem Ort unter der Linde, wo sie später viele Jahre stand, sondern sie trennte den hinteren Teil des Schulhofes ab, der offenbar damals noch nicht benötigt wurde.

In diesem Jahr besetzten auch erstmals die Burgbläser aus Rheinbreitbach die Bühne. Sie sind seit dieser Zeit in jedem Jahr zu Gast bei den Musikfreunden.

 

Der Tag der Blasmusik fand in den ersten Jahren irgendwann im Sommer statt, was zunehmend Probleme bereitete. Einerseits gab es andauernd Konflikte mit der Ferienzeit, anderseits nahm die Anzahl der Feste in Urfeld ständig zu. Insofern kam der Wunsch nach einem festen Termin auf, den sich jeder merken konnte. Außerdem wurden die Aufbauten immer aufwendiger, so dass ein zweiter Tag für den Abbau zur Verfügung stehen sollte. Und so fand ab dem Jahr 1978 der Tag der Blasmusik seinen festen Platz zu Pfingsten. Veranstaltungsort blieb bis 2007 der Schulhof der Grundschule in Urfeld.

 


1981 - 1986



Eine Neuerung gab es beim Tag der Blasmusik zu Pfingsten am 23.5.1982. Das Spiel der Ortsvereine wurde erstmalig durchgeführt. Damals war es noch ein recht einfaches Spiel, nämlich Seilziehen. Erster Sieger dieses Wettbewerbs war die Mannschaft der Urfelder Feuerwehr. Diesen Titel konnten die Feuerwehrmänner im Folgejahr verteidigen.

 

Seit 1983 hält sich auch hartnäckig das Gerücht, dass die Musikfreunde über gute Verbindungen zum Wettergott verfügen. Erstmalig berichtete die Bonner Rundschau nach dem Tag der Blasmusik am 22.5.83, "der Petrus ist bei den Urfelder Musikfreunden Ehrenmitglied". Grund für diesen Bericht war das schlechte Wetter an den vorangegangenen Tagen. Und so schrieb die Rundschau: "Hatte es beim Aufbau der Buden und Bühne am Vortag auf dem Schulhof noch wie aus Eimern unaufhörlich gegossen, so blieb der notenreiche Sonntag tropfenfrei".

 

Tatsächlich ist seit Einführung des Tags der Blasmusik ein verregnetes Pfingstwochenende eher die Ausnahme. Allerdings muss dazu bemerkt werden, dass die letzten Jahre nie ganz ohne Regen davongekommen sind. Seit dem Jubiläumsjahr 1995 hat es wiederholt z. T. kräftige Regengüsse gegeben. Glücklicherweise traf es die Musiker und die Gäste jeweils entweder am frühen Morgen beim Frühschoppen oder gegen Ende der Veranstaltung am späten Abend.

 

Der Tag der Blasmusik 1984 brachte beim Spiel der Ortsvereine nichts Neues: Tolles Wetter, viel Musik, gute Stimmung und das Seilziehen gewannen zum dritten Mal hintereinander die Männer der freiwilligen Feuerwehr.

 

Da das Spiel der Ortsvereine dreimal von der Feuerwehr gewonnen worden war, mussten sich die Musikfreunde für den Tag der Blasmusik des Jahres 1985 ein neues Spiel ausdenken. Wichtig erschien den Musikfreunden dabei, dass nicht Muskelkraft allein, sondern auch Geschick eine Rolle spielen sollte. Und so besann man sich auf die Urfelder Geschichte, in der die Landwirtschaft von jeher von Bedeutung war: Das Melken der hölzernen Kuh stand auf dem Programm. Bei diesem Spiel stellte jeder Ortsverein fünf Mitspieler auf, von denen vier an je zwei Zitzen der Kuh melken mussten, während der fünfte unter Zuhilfenahme des Schwanzes, der ein Ventil steuerte, für die nötige "Milchzufuhr" sorgte.

 

Aber auch hier bewiesen die Männer der Feuerwehr ihr Geschick und siegten 1985 erneut im Spiel der Ortsvereine. Der Bonner Generalanzeiger zitierte damals einen verzweifelten Urfelder mit den Worten: "Die können einfach alles". Nach vier Siegen in Folge und damit erstmals in der Geschichte des Spiels der Ortsvereine konnte 1986 nicht die Feuerwehr den Sieg davontragen. Das Bonner Anzeigenblatt schrieb dazu: "Die Damen der Frauengemeinschaft legten sich so sehr ins Zeug, dass sie den Wettbewerb mit Abstand für sich entscheiden konnten."


1987 - 1990



Das Jahr 1987 brachte beim Tag der Blasmusik den erneuten Sieg der Frauengemeinschaft beim Wettmelken. Sie stellten dabei auch einen neuen Melk-Rekord auf. Die Mannschaft der Frauengemeinschaft stellte sich auch im folgenden Jahr als die das Maß aller Dinge heraus.

 

Beim Tag der Blasmusik 1988 erzielte die Mannschaft der Frauengemeinschaft den Hattrick und gewann zum dritten Mal in Folge das Wettmelken. Damit ging der Wanderpokal in den Besitz der Frauen über und die Musikfreunde waren in der wenig beneidenswerten Situation, schon wieder ein neues, attraktives Spiel für die Ortsvereine zu entwickeln. Dazu ließen sich die Konstrukteure des Vereins genügend Zeit, weswegen im Jahr 1989 kein Spiel der Ortsvereine durchgeführt wurde.

 

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens wurde der Tag der Blasmusik im Jahre 1990 erstmals auf zwei Tage ausgedehnt. Somit begann das Fest bereits am Pfingstsamstag mit einem Platzkonzert der Musikfreunde Roisdorf. Der Höhepunkt des Abends begann aber erst um 22.00 Uhr. Im Schein der Fackeln präsentierten der Tambourverein Dersdorf und die Musikfreunde Urfeld den "Großen Zapfenstreich".

 

Am Pfingstsonntag begann der Tag der Blasmusik mit einer heiligen Messe unter freiem Himmel. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Musikfreunde Urfeld selbst.

 

Im Laufe des Tages wurde dann wieder eine alte Tradition ins Leben gerufen. Nach einem Jahr der schöpferischen Pause gab es wieder das Spiel der Ortsvereine. Standen in den letzten Jahren entweder die Kraft (beim Seilziehen) oder die Geschicklichkeit (beim Wettmelken) im Vordergrund, so stellte das neue Spiel Anforderungen an beides und noch mehr. Gewinnen konnte nur der, der Geschick, Kraft und vor allen Dingen eine gut funktionierende Mannschaft hatte.

 

Das neue Spielzeug der Musikfreunde hörte auf den Namen "Trimm-Trab-Roller". Dieses Gerät bestand im Wesentlichen aus einem Paar Ski mit relativ breiter Spur. Da glücklicherweise der Tag der Blasmusik bis heute von Schnee und Eis verschont blieb, wurden die Skier zur Fortbewegung vorne und hinten über eine Achse auf je zwei Räder gelagert. Allerdings waren die Achsen z-förmig gebogen. Steht man nun auf den Skiern, kann man durch wechselseitiges Belasten der Beine das Gefährt in Bewegung setzen. Wenn man das liest, wird verständlich, warum es ziemlich schwierig ist, diese Bewegung mit fünf Personen einer Mannschaft zu koordinieren. Das Spiel bestand aus einem Lauf über 2 x 50 Meter. Erster Sieger des neuen Spiels war die Mannschaft des Fischervereins. Auch im folgenden Jahr waren die Männer des Fischervereins nicht zu schlagen.


1991 - 1995



In den Jahren 1992 bis 1994 schlug jedoch die große Zeit der Junggesellen. Sie gewannen dreimal in Folge das Rennen und bescherten den Musikfreunden das Glück, zum 25jährigen Bestehen wieder ein neues Spiel präsentieren zu müssen.

 

Zentraler Punkt im Jubiläumsjahr 1995 war natürlich wieder der Tag der Blasmusik, der neben dem "Großen Zapfenstreich" ein neues Spiel der Ortsvereine brachte. Die Techniker der Musikfreunde unter Leitung des heutigen Ehrenmitglieds Günter Steffen konstruierten ein High-Tech-Spielzeug, den Tonnenbläser.

 

Bei diesem neuen Spielzeug der Musikfreunde handelte es sich um eine Metalltonne, in die man hinein blasen muss, daher der Name. Die Tonne ist luftdicht und dort, wo man hinein bläst, sorgt ein Ventil dafür, dass Luft hinein- aber nicht hinausgelangt. Insgesamt gibt es so fünf Einlassöffnungen, an denen Schläuche befestigt sind. Folglich besteht eine Mannschaft aus fünf Personen. Musikfreundespezifisch trägt jeder Schlauch ein Instrumenten-Mundstück. So finden sich große Mundstücke, die normalerweise Tuba und Bariton zieren und auch kleine Mundstücke für Trompete oder Horn. Ziel der Mannschaft ist es, durch die Mundstücke Luft in die Tonne zu blasen und so einen bestimmten, vorher festgelegten und für alle Mannschaften gleichen Solldruck aufzubauen. Dieser wird mit Hilfe eines Manometers gemessen. Bei Erreichen des Solldruckes ertönt eine Sirene. Die Zeit, die zum Druckaufbau benötigt wird, dient der Bewertung. Es gab eine Rekordbeteiligung von 11 Vereinen. Erster Gewinner des neuen Wettbewerbs wurde die Mannschaft der Urfelder Männerreih.

 

Obwohl Petrus, so heißt es, inaktives Mitglied bei den Musikfreunden ist, gab es am Schluss der Veranstaltung doch noch Blitz, Donner und Wolkenbruch. Waren die Musikfreunde am Samstag und fast den ganzen Sonntag von Regen verschont geblieben, kam pünktlich um 19.00 Uhr, als die Statenberger Musikanten, eine Oberkrainer Kapelle, ihr Konzert beginnen wollten, der Weltuntergang. Nach weit über einer Stunde ließ dann der Regen nach und mit Verzögerung gab es dann doch noch Musik vom Feinsten und die Statenberger wussten auch, wie man die Stimmung wieder ankurbelt. Trotz einiger Regentropfen tanzte das Publikum zum Teil auf den Tischen. Man spürte, auch die Statenberger Musikanten hatten ihren Spaß und verlängerten ihr Konzert um mehr als eine Stunde.


1996 - 1999



Mit dem 22. Tag der Blasmusik im Jahre 1996 gab es wieder eine Neuerung. Erstmals gaben die Musikfreunde Urfeld im Vorfeld der Veranstaltung ein Programmheft heraus.

 

Natürlich war es notwendig, zur Finanzierung dieses Heftes Inserenten zu werben. Der Grundgedanke bestand und besteht immer noch darin, die Anzahl der Inserenten auf etwa 50 Prozent des zur Verfügung stehenden Platzes zu beschränken, d.h. Werbung gibt es überwiegend nur auf jeder zweiten Seite. Diese Beschränkung führt andererseits dazu, dass sehr viel Platz für Beiträge über die Musikfreunde Urfeld und den Tag der Blasmusik, seinen Angeboten und Orchestern zur Verfügung steht, die gerne gelesen werden.

 

Auf dem Programm des Tages der Blasmusik standen im Jahr 1996 eine ganze Reihe von Höhepunkten. Die Üdelhovener Dorfmusikanten eröffneten den Tag mit Klängen aus Böhmen und dem Egerland, ein Genuss für alle Freunde der traditionellen Blasmusik und der Heimatlandexpress setzte mit einer mitreißenden Bühnenshow und hervorragenden Gesangseinlagen den Schlusspunkt unter den Tag der Blasmusik.

 

Dazwischen gab es natürlich wieder Blasmusik live und rund um die Uhr und es wurden drei engagierte Mitglieder des Vereins zu Ehrenmitgliedern ernannt. Als Männer der ersten Stunde, die sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht hatten, wurden Herbert Lammerich, Hans Nolde und Günter Steffen ausgezeichnet.

 

Natürlich waren auch wieder kräftige Lungen beim Spiel der Ortsvereine gefragt. Bei der zweiten Auflage des Tonnenblasens konnten sich die Sänger vom MGV Liederkranz Urfeld behaupten.

 

Auch in der Küche hatte man sich etwas Neues Einfallen lassen. Erstmals gab es Pfannengerichte aus der Dino-Pfanne.

 

Den 23. Tag der Blasmusik titulierte der Werbekurier mit "Alte Tradition mit Premieren" und fuhr fort: "Die Urfelder und ihre zahlreichen Gäste erlebten in diesem Jahr gleich mehrere Premieren. Eine ganz außergewöhnliche war sicher der Umzug vom vertrauten Schulhof auf den Weisbarth's Platz. Grund dafür waren Umbaumaßnahmen an der Rheinschule. Die zweite Premiere betraf den Ablauf am Pfingstsamstag. Es ist schon zur Tradition geworden, dass der Tag der Blasmusik mit einem Platzkonzert bereits am Pfingstsamstag beginnt, und der hatte es in diesem Jahr in sich. Die Musikfreunde präsentierten an diesem Abend erstmals gleich zwei Kapellen, die beide Garant für gute Stimmung waren. Direkt nach der Abendmesse begann der 23. Tag der Blasmusik mit einem Platzkonzert des Blasorchesters Gerolstein. Danach waren Beat, Rock und Pop Trumpf. Dafür sorgten bis spät in die Nacht die Fanfarentrompeter Erftstadt mit ihrem Sound."

 

Wettermäßig glich dieser Tag der Blasmusik einer Achterbahnfahrt. Der Samstagabend war bei hervorragenden Bedingungen, eben solchem Besuch und unterhaltsamer Musik ein großartiger Erfolg, sogar Radio Erft brachte einen längeren Beitrag über die Veranstaltung. Dafür fiel aber der Sonntagmorgen kräftig ins Wasser. "Die Bläser traten gegen den Regen an", so schrieb der Bonner Generalanzeiger. Glücklicherweise hatte der Regen nachmittags ein Ende und der Tag der Blasmusik klang mit einem wunderschönen Konzert der Statenberger Musikanten aus.

 

Natürlich durfte auch das Spiel der Ortsvereine nicht fehlen. Die kräftigste Puste hatten im Jahre 1997 die Männer vom Sportverein Blau-Weiß Urfeld.

 

Nach einigen Jahren mit recht schlechtem Wetter war zwar auch der 24. Tag der Blasmusik im Jahre 1998 eine Hängepartie, aber der Regen kam offenbar nur bis Wesseling, auf dem Schulhof der Rheinschule blieb es bis in den späten Abend trocken. Beim Spiel der Ortsvereine scheint der Trend dahin zu gehen, dass sich diejenigen Vereine durchsetzen, die ihre Lungen trainieren. Nachdem im Jahre 1997 die Fußballer des SV Blau-Weiß Urfeld den Sieg davongetragen hatten, waren im Jahre 1998 zum zweiten Mal nach 1996 die Sänger vom MGV Liederkranz erfolgreich. Sollten sie noch einmal siegreich sein, müssen die Musikfreunde wieder ein neues Spiel erfinden.

 

Im Jahre 1999 feierten die Musikfreunde den silbernen Tag der Blasmusik. Natürlich mit einem Großen Zapfenstreich am Samstagabend. Sieger im Tonnenblasen 1999 wurde die Mannschaft des Tambourvereins.

 


2000-2005



In Jahr 2000 blickten die Musikfreunde Urfeld auf eine 30-jährige Geschichte zurück. Dieses Jubiläum wurde anlässlich des Tages der Blasmusik zu Pfingsten auf dem Schulhof der Rheinschule in Urfeld gebührend gefeiert.

 

Das Pfingsthochamt wurde aus der Kirche auf den Schulhof verlegt und die musikalische Gestaltung übernahmen die Musikfreunde Urfeld und die Harmonie Municipal Pontivy. Erstmals war es den Musikfreunden gelungen, mit dem hervorragenden Orchester aus Wesselings französischer Partnerstadt ein ausländisches Orchester für den Tag der Blasmusik zu gewinnen.

 

2000 ging auch die Ära des Tonnenblasens zu Ende. Zum dritten Mal nach 1996 und 1998 gewannen die Männer des Gesangsvereins den Wettbewerb um den schnellsten Ortsverein. Dies hatte für die Organisatoren zur Folge, dass für das Jahr 2001 ein neues Spiel erfunden werden musste. Und es gab 2001 ein neues Spiel. Das Spiel bestand aus einer etwas größer geratenen Personenwaage in Form einer Wippe, auf der auf zwei Seiten die Mitspieler einer Mannschaft standen. Jede Mannschaft bestand aus 5 Personen, so dass sich 3 auf der einen und 2 auf der anderen Seite der Waage befinden. In der Mitte war die Waage drehbar gelagert. Die Wippe war begehbar für die Spieler, so dass diese sich zwischen Drehpunkt und Ende der Waage mehr oder weniger frei bewegen konnten. Sicherheitshalber gab es ein Geländer, damit kein Spieler verloren geht. Ziel des Spiels war es, die Waage möglichst rasch auszubalancieren, was durch ein Zeigerwerk, das am Drehpunkt angebracht war, überprüft werden konnte. Klingt einfach. Fünf ungleich verteilte und sich bewegende Körper auf der Waage machen das Unterfangen aber fast unmöglich. Erster Sieger war die Mannschaft des Kirchenchores.

 

Der Samstagabend 2001 war ein völliges Fiasko. Kühle Temperaturen und sintflutartiger Regen trieben die treuesten Gäste in die Aula der Rheinschule und hatten wenigsten viel Freude an der unterhaltsamen Musik des Bläserquintetts der Musikfreunde.

 

Hoffen und Bangen war auch die Devise im Jahr 2002. Und Getreu des dritten Kölnischen Gesetzes, hät et noch immer jot jejange. Trotz der Ankündigung von Sturm und Unwetter hatte der Wettergott ein Einsehen und die Musikfreunde feierten 2002 einen wunderschönen und sonnigen Tag der Blasmusik. Mit dem Konzert der Cologne Concert Brass gab es am Pfingstsonntag erstmals englische Brass-Music auf dem Schulhof der Rheinschule. Das Spiel der Ortsvereine gewann der Fischerverein.

 

Der Tag der Blasmusik 2003 hätte fast unspektakulär sein können, hätte nicht ein paar Wochen vor Pfingsten ein Orchester abgesagt und die Organisatoren in arge Nöte gebracht. Not macht bekanntlich erfinderisch und so wurde mit den "Egerländern vom Rhein" eine Egerländerbesetzung ins Leben gerufen. Der Erfolg des ersten Auftritts am Tag der Blasmusik 2003 war so groß, dass die Besetzung nicht mehr wegzudenken ist.

Pfingsten 2004 begann der 30. Tag der Blasmusik gleich mit zwei absoluten Höhepunkten. Zunächst präsentieren die Musikfreunde in diesem Jahr zweieinhalb Stunden lang Musik vom Feinsten mit den "Egerländern vom Rhein". 

Danach führten die Musikfreunde Urfeld zusammen mit dem TC Blau-Gold Hürth den Großen Zapfenstreich vor der Kirche St. Thomas Ap. in Urfeld auf. Sonntags spielte u. a. das Jugendorchester der Musikfreunde. Der langjährige Dirigent, Hartmut Karl, wurde dabei verabschiedet und seinen Nachfolger, Martin Kirchharz, vorgestellt.

 

Das Spiel der Ortsvereine gewann 2004 zum zweiten Mal der Fischerverein.Konnte man früher darauf wetten, dass Pfingsten wegen des Tags der Blasmusik immer schönes Wetter war, so ist das heutzutage nicht mehr kalkulierbar. Der Klimawandel hält auch die Musikfreunde in Atem. Das Pfingstwetter der letzten 10 Jahre zeigt, dass die Musikfreunde etwa alle zwei Jahre von richtig schlechten Bedingungen heimgesucht werden. Das war z. B. 2005 der Fall. Temperaturen um die 10°C und reichlich Nässe machten doch allen zu schaffen. Interessanter Weise war der Schulhof gut gefüllt, was nicht zu letzt am fantastischen Konzert des Blassorchesters aus Eindhout (Belgien) lag.


2006-2010



Im Jahr 2006 organisierten die Musikfreunde schon zum 32. Mal den Tag der Blasmusik und alle hofften nach dem Wetterchaos vom letzten Jahr diesmal wieder auf gute Bedingungen.

 

Es war zwar wieder durchwachsen, nachmittags wurde es zusehends besser, wenngleich es kühl blieb. Das tat der Stimmung und dem Andrang aber keinen Abbruch. Großen Anteil daran hatte u. a. auch die Egerländerbesetzung des Vereins.

 

Erstmals bot die Jugendabteilung des Vereins eine Kinderbetreuung an, die regen Zuspruch fand. Klar: Mama und Papa amüsieren sich auf dem Platz, während der Nachwuchs auf dem Spielplatz des Kindergartens St. Thomas, direkt neben der Rheinschule fachmännisch von Jugendleitern der Musikfreunde betreut wurde.

 

Mit dem 32. Tag der Blasmusik kam auch zum letzten Mal das Vereinswiegen zum Einsatz; denn zum dritten Mal nach 2002 und 2004 zeigten sich die Männer vom Fischerverein als unschlagbar.

 

Unfassbares Glück hatten die Musikfreunde anlässlich des 33. Tags der Blasmusik zu Pfingsten 2007. Bereits ab Freitag waren Unwetter mit Sturm und Hagel angekündigt, nachdem es die ganze Woche zuvor schön war. Sowohl der Aufbau am Freitag und Samstag und auch der Beginn des Egerländerkonzerts am Samstagabend verliefen aber warm und trocken. Erst nach 21 Uhr öffneten sich samstags die Schleusen des Himmels. Das nasskalte Wetter hielt bis Sonntagnachmittag um 15 Uhr an. Danach riss der Himmel auf und ein ganz normaler Tag der Blasmusik mit vollem Haus, Sonnenschein und angenehmen Temperaturen nahm seinen gewohnten Lauf.

 

Erstmals kam das neue Spiel der Ortsvereine, das "Ballonblasen", zum Einsatz. Erster Sieger war die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Urfeld. Bereits Ende 2007 zeichnete sich ab, dass es schwierig sein würde, Orchester für Pfingsten zu gewinnen, zumal die Pfingstferien dazu einladen, in Urlaub zu fahren. Das gilt auch für Musiker mit dem Effekt, dass Orchester nicht spielfähig sind. Hinzu kam, dass der Schulhof der Rheinschule mit farbenfrohen Klassencontainern geschmückt wurde. Insofern gab es Überlegungen, von Pfingsten und dem Schulhof wegzugehen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Wesseling, die sich sehr kooperationsbereit zeigte, kam es schließlich zu einer neuen Lösung: der Tag der Blasmusik bleibt an Pfingsten, neuer Veranstaltungsort ist das Gelände um die Halle Urfeld und gefeiert wird nur sonntags. Natürlich war auch das Jugendorchester mit von der Partie.

 

Die Premiere war ein voller Erfolg. Die wunderbare und weitläufige Umgebung erwies sich 2008 als Glücksgriff. Wunderbares Wetter, herrliche Umgebung, kurz, die Veranstaltung war ein voller Erfolg.

 

Und da die Veranstaltung auch lärmtechnisch völlig unproblematisch war, gab es für das Jahr 2009 auch wieder eine Genehmigung, zwei Tage lang zu feiern.

 

Im Jahr 2009 war aber wiederum Tapfersein angesagt. Kurz vor dem Tag der Blasmusik – Spatenstich war am 6. Mai – verwandelte sich auch das neue Domizil zur Baustelle. Pünktlich zum Tag der Blasmusik wurden neben der Halle Urfeld die Bauarbeiten für die neue Schule begonnen. Aber auch das stellte kein Problem dar. Der Platz war ausreichend und liebevoll hergerichtet worden. Eine Sickergrube z. B. wurde komplett überbaut. Der Wettergott dankte dies alles mit fantastischen Bedingungen.

 

Der Tag der Blasmusik 2010 wurde zu einem der schönsten und erfolgreichen Feste der letzten Zeit. Nicht nur das Wetter spielte mit, auch unglaublich viele Besucher fanden zu Pfingsten den Weg zur Halle Urfeld. Angestachelt davon liefen die gastierenden Orchester zur Höchstform auf.

Das Spiel der Ortsvereine gewannen zum dritten Mal in Folge die "Bläser" der Männerreih Urfeld. Damit müssen die Musikfreunde sich für das nächste Jahr ein neues Spiel überlegen. Das Foto zeigt letztmalig das Ballonblasen zusammen mit allen acht teilnehmenden Mannschaften.


2011- heute



Es ist kaum zu glauben: Der Tag der Blasmusik 2010 wurde als eines schönsten und erfolgreichen Feste bezeichnet, allein der TDB 2011 stellt ihn noch in den Schatten, obwohl der Samstagabend etwas kühl und verregnet war. Allerdings konnten die Egerländer von Rhein den Samstag durch ein Feuerwerk an erstklassiger Volksmusik stimmungs­technisch retten.

 

Das Wetter am Pfingstsonntag lockte dann aber auch den letzten Nesthocker aus seinem Haus, weswegen viele Besucher schon mittags den Weg zur Halle Urfeld fanden und lange blieben. Die gastierenden Orchester dankten den großen Zuspruch mit famoser Livemusik.

 

Aber selbst am Tag der Blasmusik spielt die Blasmusik einmal nur die zweite Geige. Das ist die Zeit des Spiels um den „schnellsten Ortsverein“ in Urfeld. Ins Leben gerufen wurde dieser Wettbewerb im Jahre 1982. Zur Freude aller Gäste treten seitdem die Vereine des Ortes Urfeld gegeneinander an. Der Wettbewerb wird Jahr für Jahr mit dem gleichen Spiel wiederholt, aber nur so lange, bis ein Verein das jeweilige Spiel zum dritten Mal gewonnen hat. Dann müssen sich die Musikfreunde etwas Neues ausdenken. Nachdem das Ballonblasen im Jahr 2010 zum dritten Mal von der Männerreih gewonnen worden war, hatte 2011 ein neues Spiel Premiere: „Der heiße Notenschlüssel“. Das ist eine Abwandlung des heißen Drahtes, allerdings dreidimensional und von einer Mannschaft zu bewältigen, ohne sich zu verheddern – ganz schön knifflig. Erster Sieger war die Mannschaft der Alten Herren des Urfelder Sportvereins.

 

„Es war im Böhmerwald, wo meine Wiege stand“, sangen Friedel Schürheck und Jürgen Kuhl. Die Sänger in langen Lederhosen mit Hirsch auf den Hosenträgern wiegten sich dazu im Walzertakt, und die Volksfestbesucher an den Biertischen zwischen der Urfelder Mehrzweckhalle und dem Neubau der Rheinschule genossen sichtlich die Musik der „Egerländer vom Rhein“. So schrieb die Kölner Rundschau über den Tag der Blasmusik 2012.

 

Ansonsten reihte sich dieses Fest nahtlos in die der vergangenen Jahre ein. Fantastisches Wetter, toller Besuch und tolle Stimmung. Und doch gab es etwas Neues: Die Männer des MGV Liederkranz gewannen in neuer Rekordzeit das Spiel der Ortsvereine.

 

Darüber hinaus wurde Heinz-Peter Engels für mehr als 25-jährige Vorstandsarbeit, 23 Jahre davon als Vorsitzender von seinem Nachfolger, Johannes Saß, geehrt.

 

In den letzten Jahren haben die Musikfreunde die Führungsmannschaft kräftig verjüngt, um den Verein fit für die Zukunft zu machen. Dieser Prozess ging auch 2013 weiter, wobei nun die Orchester im Focus standen. Seit Anfang des Jahres leitete der 18-jährige Markus Knoben das Jugendorchester, und zum Tag der Blasmusik wechselte auch der Taktstock der Egerländer vom Rhein in jüngere Hände. Martin Kirchharz, der schon das Hauptorchester leitet, übernahm nun auch die Leitung der Egerländer von Rhein aus den Händen des Ehrendirigenten, Udo Winter. All das präsentierten die Musikfreunde am Tag der Blasmusik 2013.

Thema des Tages war aber das Wetter. In den zwei Wochen vor Pfingsten war alles grau in grau und kühl, die Vorhersagen für Pfingsten warteten auch mit „grau und nass“ auf. Selbst zwei Tage vor Pfingsten gab es praktisch stündlich andere Vorhersagen.

 

Allen Unkenrufen zum Trotz klarte der Himmel am Samstagnachmittag auf und strahlend blauer Himmel wurde dem Egerländerkonzert geschenkt. Guter Besuch und prächtige Stimmung waren dann garantiert.

 

Für Sonntag war ab Mittag Regen vorhergesagt. Nichts geschah, fantastisches Wetter bei rund 25 Grad und strahlender Sonnenschein hielten bis zum Abend durch. Ein irres Wochenende.

Der Tag der Blasmusik 2014 knüpfte irgendwie daran an. Es ist kaum zu glauben, aber das Wetter kann auch für eine Open Air Veranstaltung zu gut sein. Dieses Mal bescherte uns Petrus ein tropisches Wochenende, wie die Wetterkarte (siehe Grafik) vom 7. Juni zeigt.

 

Irgendwie aber passte das Wetter zum Anlass, war es doch der 40. Tag der Blasmusik, den die Musikfreunde feierten. Dann ist es besser, zu schwitzen als im Regen zu frieren. Gute Laune war da vorprogrammiert, wie ein Schnappschuss vom Samstagabend zeigt.

 

Der Werbekurier fasste treffend den Tag der Blasmusik 2015 zusammen. „Pfingsten und Musikfreunde Urfeld, das passt einfach. Auch in diesem Jahr war der Tag der Blasmusik wieder ein voller Erfolg. "Wir haben ein saugutes Programm", begeisterte sich Musikfreunde-Geschäftsführer Hans Werner Voß über das musikalische Angebot für die vielen Gäste auf dem Gelände rund um die Halle Urfeld...“

 

Unterhaltsam abgerundet wurde der Tag der Blasmusik durch das unterhaltsame musikalische Spiel der Ortsvereine. Dabei gewann die Mannschaft des Ortsausschusses Urfeld vor dem Fischerverein und dem Männergesangverein. Damit beschenkt sich der Ortsausschuss quasi selber, feiert er doch in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen, freute sich Voß mit den Siegern“. Auch das Wetter spielte wieder mit und die Stimmung war prächtig.

 

Das Programmheft zum Tag der Blasmusik 2016 erwähnte schon eine Vorahnung. Seit 2008 bescherte uns Pfingsten sommerliche Temperaturen. Somit Bestand auch Hoffnung für 2016, wenngleich das Datum (15. Mai) etwas erschrecken mag, denn „Sophie man die Kalte nennt, weil sie gern kalt` Wetter bringt“. Jetzt wissen wir es besser. Pfingsten war eine Woche zu spät. In den zehn Tagen zuvor war fantastisches Wetter und selbst am Freitag beim Aufbau war es noch schön und warm.

 

Über Nacht kamen dann die Eisheiligen und blieben bis Dienstag. Immerhin war es trocken, und die Besucher saßen warm im geschützten Zelt und der stark frequentierten Cafeteria. So einen Tag der Blasmusik hatte es noch nicht gegeben.

 

Das Spiel der Ortsvereine bleibt uns ein weiteres Jahr erhalten, Gewinner war in diesem Jahr die Mannschaft des Kirchenchores.

 

Was macht den Tag der Blasmusik aber aus? Ist es die Musik, die Geselligkeit oder bei schönem Wetter in gemütlicher Runde zusammen zu sein? Die Gäste bringen es auf den Punkt, z.B. zitiert der Werbekurier einen Besucher mit den Worten: "Es ist toll. Das Wetter ist gut, und viele sind gekommen, um mit uns zu feiern". Der Kölner Stadtanzeiger zitierte eine andere Besucherin: "Ich mag die Musik der verschiedenen Kapellen. Außerdem treffe ich hier alle meine Freunde. So können wir gemeinsam feiern."